Dienstag, Januar 10, 2006

Amerikanischer Vasall und jordanischer König

Tststs ... ok. Die USA haben den Internationalen Gerichtshof nicht anerkannt. Soweit, so schlecht.

Und was tut mancher Staat nicht alles für US-amerikanischen Good-Will. Ja, es ist blöd, wenn man als Staat im Nahen Osten keine teuren Bodenschätze hat. Andererseits auch wieder gut, weil dann weniger Begehrlichkeiten aufkommen und man halbwegs unbehelligt von fremden Streitkräften sein Leben leben kann. Aber gibt es wirklich keinen anderen Weg?

Jetzt hat das jordanische Parlament zugestimmt, dass US-Bürger in Jordanien Immunität vor einer Strafverfolgung durch den Internationalen Gerichtshof genießen. Geht's noch??? Oder ist das der erste Schritt um 51. Bundesstaat zu werden?

"Das Abkommen sichert Jordanien die Fortsetzung wirtschaftlicher und militärischer Unterstützung durch die USA," heißt es in einem Agenturbericht, den die tageszeitung bringt. Nur die Souveränität Jordaniens interessiert keinen. Oder ist das hier ein nur wenig verdeckter Fall von knallharter Erpressung?

Oder ist Abdullah II. in seinem Herzen doch mehr Amerikaner als Araber?