Die Letzte macht das Licht aus
Geburten in Deutschland 2005: 676 Tsd.
Geburten in Deutschland 2004: 706 Tsd.
Geburten in Nachkriegsdeutschland 1946: 922 Tsd.
Geburten in BRD und DDR 1964: 1.357 Tsd.
Oder anders verglichen (EuroStat-Angaben 2004):
Deutschland: 8,5 Geburten / 1000 Einwohner
Frankreich: 12,7
Großbritannien: 12,0
Passend zum Thema des demographischen Wandels und der schrumpfenden Städte und Regionen hat Spiegel Online auch eine neue Serie gestartet. Hier ein Ausschnitt:
Der "demografische Wandel" finde "überall in Deutschland" statt,
doziert der Berliner Wirtschaftswissenschaftler Ulrich Busch, im Osten
allerdings habe er sich bereits zur "demografischen Katastrophe" ausgewachsen.
Busch: "Großstädte wie Halle, Magdeburg, Frankfurt (Oder), Cottbus,
Neubrandenburg, Gera und Dessau verlieren innerhalb weniger Jahrzehnte bis zur
Hälfte ihrer Einwohner." Der Ökonom weiß, dass es für Außenstehende "kaum
vorstellbar" ist, "was es für eine Stadt mit früher mehr als 300.000 Einwohnern
wie Halle oder Magdeburg bedeutet, innerhalb von zwei Generationen auf 150.000
herunterzugehen".Während die großen Städte schrumpfen, sterben bereits die
Dörfer. "Ganze Regionen wie Nordthüringen, Ostprignitz, Altmark, Uckermark,
Vorpommern und die Lausitz sind der Verödung preisgegeben," konstatiert Busch.
In Vorpommern beispielsweise, das
mit knapp 500.000 Einwohnern nur noch 65
Prozent der Bevölkerung von 1970 hat, würden Wüstungen, also aufgegebene
Siedlungsstätten, allmählich zum "Flächenphänomen", hat der Greifswalder
Bevölkerungswissenschaftler Helmut Klüter beobachtet.Einwanderer ziehen nicht in die schrumpfenden Zonen. Dort und
anderswo, abseits der prosperierenden Städte und ihres Umlandes, vollziehen sich
sogenannte "kumulative Schrumpfungsprozesse", rotieren tückische Teufelskreise.
Wirtschaftsprobleme - Abwanderung - vermehrte Wirtschaftsprobleme - vermehrte
Abwanderung und so weiter und so fort: Eine Abwärtsspirale ohne Ende führt nach
dem Urteil der Experten dazu, dass sich Deutschland in Ost und West ähnlich
tiefgreifend verändern wird wie zuletzt im Mittelalter.
Uns zu diesem Thema passt eine Meldung anlässlich des Internationalen Tag des Waldes. Der breitet sich nämlich aus und wächst jährlich um eine Fläche von 160 Quadratkilometer. Dies entspräche der Größe einer Stadt wie Aachen. Dann wird Mecklenburg ja bald eine ausgedehnte Waldfläche haben. Und das Ruhrgebiet und das Saarland ... ... Etwa ein Drittel Deutschlands ist derzeit bewaldet.

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